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Proverb

Europawahl – gezwungene Gemeinsamkeit oder ungezwungenes Miteinander?!

Nichts anderes hört man zurzeit in den Nachrichten. Gefühlt ist das Thema allgegenwärtig und doch nicht präsent. Waren Sie wählen? Eine bestimmt meist gestellte Frage in den letzten Tage, welche oft mit einem flapsigen „Nein“ beantwortet wird.
Warum?...  frägt jedoch keiner.Eine schwache Wahlbeteiligung und

eine starke Tendenz für Randparteien, oft extrem, waren das Ergebnis des letzten demokratischen Großereignisses. Die national gefestigten Parteien wie beispielsweise CDU, im davorliegen Wahlkampf mit Erfolg gekrönt, mussten diesmal herbe Verluste einstecken. Andere schlugen wiederum mit schon fast überraschenden Prozentpunkte zu buche, darunter die AFD.

Woran mag das liegen? Vielleicht das zum einen in vielen Bürgen ein gemeinsames Europa nicht viel Interesse weckt? Zum anderen ein Verhalten des klassischen Protestwählers um den gemäßigten Parteien ein „Stop-Schild“ vor Augen zu halten? Oder einfach die Unwissenheit worum es in dieser Wahl überhaupt ging?
Nun, Namen wie „Junker“ oder „Schulz“ kennen letztendlich viele nur vom Wahlplakat…


Um den Sachverhalt ausreichend zu beleuchten muss man bei den Basics beginnen. Ein Europa als Gemeinschaft hat viele Vorteil die den Bürgen der einzelnen Länder in den meisten Fällen positiv zu gute kommen. Da wäre z. B. die Arbeitnehmerfreizügigkeit welche es erlaubt einfach so in einem anderen Land der EU zu arbeiten, ohne eine Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis. Denken Sie nur einmal an die Schwierigkeiten wenn Sie das in der Schweiz versuchen.
Zum anderen die Niederlassungsfreiheit, von der insbesondere die selbständigen Berufe profitieren.


Auch Wirtschaftlich gesehen profitieren wir von einem gestärkten Zusammenhalt und der pro-EU Politik. Exportorientierte Unternehmen wird der Handel am Binnenmarkt erleichtert, das Währungsrisiko abgenommen, Zölle erspart, ganz zu schweigen von dem Aufwand der damit einhergeht. Das trifft auch den kleinen Mann, den Konsumenten, uns. Der innereuropäische Handel ist groß.
Allein mit einem der größten Handelspartner, Frankreich, machte Deutschland 2013 ein Volumen von 164 Milliarden Euro, so das Handelsblatt.
Im Inland können nun viele Güter zum Weltmarktpreis, oder einfacher, zum Europapreis importieren. Die Wohlfahrt liegt beim Konsumenten.

Bsp. In Spanien ist es möglich Erdbeeren für einen Preis von 2 Euro / Kg. Herzustellen. Die Hintergründe mögen geringe Fertigungskosten (Dünger, etc.) oder geringere Löhne der Arbeitnehmer sein. In Deutschland hingegen ist der Preis bei 4 Euro / Kg. Durch die EG haben nun die spanischen Unternehmen die Möglichkeit exportorientierte Absatzmärkte zu erschließen. Der Inlandspreis wird sinken, da sich mehr Konsumenten für die günstigere Quelle entscheiden werden.
Der Inländische Konsument hat an Wohlfahrt gewonnen. Der Inländische Produzent verliert.

Auf die Problematik und Vorteile des Währungsraums und der Europäischen Stabilisierungspolitik möchte ich gesondert eingehen.

Fazit: Eine Europäische Gemeinschaft sollte in einem gefestigten Europa der heutigen Zeit nicht mehr in Frage gestellt werden. Luxemburg, Straßburg, Brüssel und co. tragen Verantwortung in einem Maße, das nicht zu verachten ist. Als Menschen des 21. Jahrhunderts kämpfen wir tagtäglich für Demokratie und Gerechtigkeit, für uns und unsere Mitmenschen. Eine solche ist nur realisierbar wenn wir alle daran arbeiten und unsere Stimme dafür abgeben. Denn, jeder Wähler mag für eine andere Partei stimme, aber alle stimmen für eine Demokratie.
Wenn wir uns das verinnerlichen, sind hoffentlich auch die „Schulz“ und „Junker“ dieser Welt den Wählern geläufiger und die Wahlbeteiligung in annehmbarem Maße.

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